Küchenplanung aber wie und wo?

Wie bekomme ich die beste Küchenplanung?

Die Küchenplanung selbst machst Du am Besten mit einem Spezialisten zusammen. Auch wenn es viele ambitionierte und auch gute Hobbyarchitekten gibt, ein Profi macht das jeden Tag, er kennt die fachlichen Möglichkeiten sicher besser.

Eine Küche ist das einzige fest eingebaute Möbel und lässt sich nicht mal schnell verrücken oder austauschen wie z.B. ein Sofa. Selbst „gelernte“ Architekten tun sich oft schwer mit der Küchenplanung und sind froh, wenn sie ein Profi dabei unterstützt. Er weiß genau, auf welche Details und Funktionalitäten man achten muss.

Auch wenn Du Dir schon Deine eigenen Gedanken zur Küchenplanung gemacht hast: Gib dem Planer nicht Deine Gestaltungsidee vor sondern warte darauf, was er Dir vorschlägt. Es werden sicher überraschende, neue Vorschläge kommen, die Dir vielleicht sogar besser gefallen. Du kannst Deine Wünsche dann ja immer noch einbringen.

Benutze diese Seite als Checkliste um Dich auf das Planungsgespräch vorzubereiten. So kannst Du dem Planer die nötigen Informationen geben und Ihr kommt schnell gemeinsam zur optimalen Planung.

Eine Bitte noch aus meiner Erfahrung. Suche Dir den Küchenplaner gut aus, dem Du Dein Vertrauen schenken möchtest, denn Küchenkauf ist Vertrauenssache. In einer Küchenplanung gibt es so viele Details wie in kaum einem anderen Teil, was Du kaufen kannst. Dies kann nicht immer alles schriftlich formuliert und vertraglich abgesichert werden.

Letztendlich zählt Dein Vertrauen in den Planer, alles in Deinem Sinne auszuführen. Wichtig ist z.B. ob er die Küche auch selbst bestellt und abwickelt, Dich und Deine neue Küche auch bis zur Endabnahme persönlich begleitet oder ob er nur verkauft und andere Personen alles Weitere mit Dir abwickeln. Informiere Dich außerdem über seine Referenzen. Ein guter Planer zeigt Dir gerne ein paar seiner schönsten Küchen oder kann Dir möglicherweise auch einen Referenzkunden in Deiner Nähe nennen.

Aber auch fachliche Kompetenz ist nicht alles. Die „Chemie“ und das „gute Gefühl“ sollte Dir wichtiger sein als „der letzte Preis“ um Dich für einen Küchenplaner zu entscheiden. Eine hochwertige Küche soll lange halten und jeden Tag Spaß machen.
Dazu ein Rechenbeispiel: Bei einer Lebensdauer von 20 Jahren kostet Dich eine Mehrinvestition von 7.000,- Euro lediglich 1,- Euro pro Tag mehr. Wenn das aber jeden Tag mehr Spaß am Kochen bedeutet, dann lohnt sich dieser eine Euro sicher.

Küchenplaner oder Architekt?

Meistens hat der Architekt nicht das Fachwissen oder möchte sich nicht mit der Inneneinrichtung beschäftigen. Er ist dann froh, wenn er in den Fachplanern (gilt z.B. auch für Badezimmer) verlässliche Partner findet, mit denen er gut zusammenarbeiten kann. Daher besprichst Du das Vorgehen für die Fachplanung am Besten mit dem Architekten oder gibst ihm klar seinen Aufgabenbereich vor.

Vorsicht vor dem Einsatz „freien Innenarchitekten“ für die Küchenplanung. Sie sind gut für Farbgestaltung, Materialauswahl Raumaufteilungen usw.. Sie können eingesetzt werden um Einrichtungen im Kundenauftrag auszusuchen und komplette Gestaltungen für einen Kunden zu organisieren. Meistens haben sie aber nicht genügend Fachwissen für eine Küchenplanung und können kein Ersatz für einen Küchenplaner sein.

Optimal ist es, wenn Du den Architekten zum ersten Termin für die Küchengestaltung mitnimmst. Daraus entstehen oft die besten Ergebnisse und meistens eine besonders gute Zusammenarbeit im weiteren Verlauf des Baufortschritts. Aber Achtung: Zwei Kreative kann auch einer zuviel sein. Manchmal verstehen sich beide nicht, einer von Beiden muss sich immer profilieren oder lässt an den Ideen des Anderen nichts Gutes. Dann ist es besser, an diesem Punkt als Kunde ein „Machtwort“ zu sprechen oder einen der Beiden Planer auszutauschen.

Wie findest Du jetzt aus mehreren den richtigen Planer heraus?

Unbefriedigend für alle Beteiligten ist es, wenn man mit mehreren Planern stundenlange Ausarbeitungen und Planungsgespräche bis zum Angebot führt, um sich erst dann für einen zu entscheiden. Es haben dann mehrere Planer umsonst gearbeitet und Du verbrauchst auch selbst sehr viel Zeit.

Was viele nicht wissen: Küchenplaner bekommen meistens kein Festgehalt und auch kein definiertes Planungshonorar wie z.B. Architekten. Sie bekommen Provisionen nur für verkaufte Küchen. Bei einer Absage von Dir haben sie also die vielen Stunden umsonst gearbeitet.

Auch wenn dies nun mal im Job eines Küchenverkäufers so ist, man kann das Ganze auch so gestalten, dass er sich nicht ausgenutzt fühlt. Wenn Du merkst, dass Du mit einem Planer nicht zurecht kommst, dann brich die Zusammenarbeit rechtzeitig ab, dafür hat jeder Verständnis.

Hier mein Tip:

Vereinbare ein Erstgespräch mit verschiedenen Planern, die für Dich in Frage kommen. Erkläre ihnen Deine Wünsche und lasse Dir ein paar Entwürfe für eine Gestaltung machen. Frage nach dem preislichen Rahmen für Deine Wunschküche oder gib ihnen ein Budget vor. Mache Dir ein Bild von den Studios und erkundige Dich nach Referenzen.

Überlege Dir dann, bei welchem Planer Du Dich am wohlsten fühlst und triff Deine Entscheidung. Teile Deine Entscheidung allen angesprochenen Planern mit und arbeite ab jetzt mit Deinem Wunschplaner weiter. Ihr seid beide entspannter bei der weiteren Küchenplanung und Du wirst auch mit seinem preislichen Angebot zufrieden sein.

Am Ende bekommst Du eine schöne Küche  und alle sind glücklich.